Beim »Corporate Learning 2025 MOOCathon« angemeldet

Gestern habe ich mich für den Corporate Learning 2025 MOOCathon (Untertitel: Learning & Development in the Digital Age) angemeldet. Zum MOOC, der im Mai 2017 startet, gehört noch ein Hackathon (September 2017) und die abschließende Ergebnispräsentation (ebenfalls September 2017) in Frankfurt am Main.

Das Konzept: Es gibt für den MOOC keine zentrale Lernplattform, vielmehr dient die Website als zentraler Einstiegspunkt und das Netz als persönliche Lernumgebung. Ergänzend kommunizieren die Teilnehmer über die Kommunikationsplattform Disqus sowie, in kleineren Lerngruppen, via Twitter, Facebook, Xing etc. Während der Themenwochen stattfindende Livesessions werden via Skype4Business übertragen, aufgezeichnet und anschließend auf YouTube bereit gestellt.

Ich bin sehr gespannt, ob die Idee, das offene Netz als Lernplattform und persönliche Lernumgebung einzusetzen, praktikabel ist (selbst habe ich bisher nur Erfahrung  mit MOOCs, die ihre Inhalte über eine zentrale Plattform darbieten). Am Meisten reizt mich aber der Einblick in die Corporate-Learning-Situation der acht teilnehmenden Unternehmen, vor Allem in die von Merck (aus regionalen Gründen) und von Ottobock (aus persönlichen Gründen).

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Was bedeutet Futureship? Jutta Allmendinger bei den ‚Darmstädter Gesprächen‘

Mein Besuch bei den Darmstädter Gesprächen
Darmstädter Gespräche mit Jutta Allmendinger, Thomas von Steinaecker und Rolf Densing.

Die ‚Darmstädter Gespräche‘ des Staatstheaters Darmstadt wollten in der Spielzeit 2016/17 nach eigener Aussage „einen Gesprächsraum eröffnen, in dem über unsere gemeinsamen Grundwerte und die Ausgestaltung unserer Zukunft diskutiert wird“. Das scheint dieser Tage dringend geboten.

Über Zukunft und Zukunftsfähigkeit haben an diesem Sonntagvormittag die Soziologin Jutta Allmendinger (für mich ursprünglich ‚Zugpferd‘ der Veranstaltung), der Autor, Journalist und Regisseur Thomas von Steinaecker und der Leiter des Darmstädter Raumfahrt-Kontrollzentrums (ESOC), Rolf Densing, gesprochen.

Moderatorin Insa Wilke eröffnete die Gesprächsrunde mit der Frage: „Wie sehen Sie gerade in die Zukunft?“. Wir erfuhren, dass Jutta Allmendinger den Blick „mit großer Spannung“ in die Zukunft richtet, international betrachtet aber „mit Nervosität“. Rolf Densing sah, nach einem Seitenhieb auf die gestrige, ebenfalls wenig erbauliche, Torsituation am ‚Bölle‘ [1:6 aus Sicht des SVD, Anm. d. Verf.], mit Nahrungsmittelknappheit und Erderwärmung auch nicht eben rosige Zeiten auf uns zukommen. Und Thomas von Steinaecker bezeichnete seine Grundstimmung ohne Umschweife als eine „sehr schlechte“, denn es sei eine „Zeit der schwarzen Propheten“.
Überrascht stellte Allmendinger daraufhin fest, dass sie ausnahmsweise mal die Optimistischste in einer Runde sei.

Das anschließende Thema ‚Dystopien‘ war denn auch nur konsequent. Irgendwie vermittelte von Steinaecker zu Beginn bereits durch seine Körperhaltung den Eindruck, als sei das Dystopische längst unter uns und überhaupt ohnehin alles zu spät (was in seinem post-apokalyptischen Buch ‚Die Verteidigung des Paradieses‘ schließlich auch der Fall ist). Trotzdem, das spürte man, scheint er zu hoffen, dass es anders kommt – und man hofft es mit ihm! Narrativ jedoch, so von Steinaecker, gäbe die Dystopie einfach mehr her als die Utopie, denn „vollkommene Glückseligkeit ist vollkommene Monotonie“.

Jutta Allmendinger griff, nachdem von Steinaecker einige Minuten aus seinem Werk vorgelesen hatte, die Erzählstränge ‚Abschottung‘ und ‚Erinnerung‘ auf und bestätigte aus ihrer soziologischen Erfahrung heraus die Wichtigkeit des Konservierens von Erinnerung. Das habe auch ihre ‚Vermächtnisstudie‘ gezeigt, die u. a. der Frage nachging, welche sinnlichen Eindrücke wir als Schatz mit in die Zukunft nehmen möchten.

Bei der ESOC wiederum bereitet man sich eher praktischer Natur auf die Zukunft vor, bspw. durch das Beobachten von Asteroiden, von denen, so Densing, sich ständig welche zwischen Erde und Mond aufhielten, die man trotz Beobachtung vorher nicht auf dem Schirm hatte. Wenn aber einer von ihnen dazu bestimmt sei auf der Erde einzuschlagen, könne man aktuell ohnehin nichts ausrichten, man könne nur „beobachten wie die Ornithologen“. Das war nicht nur für Jutta Allmendinger eine beängstigende Erkenntnis…

Die Authentizität von Steinaeckers („Ich brauche ein Narrativ“), die Praxisnähe Densings („Wissen Sie, ich bin Rheinländer“) und die soziologische Professionalität Allmendingers („Deutschland ist, was die Erwerbsarbeit betrifft, regungslos“) haben meinen Vormittag durchaus bereichert. Vermutlich lese ich demnächst mal ‚Die Verteidigung des Paradieses‘. An einem guten Tag, wenn ich mich in der Lage fühle, das Dystopische im Gepäck dieses Zukunftsromans zu (er)tragen. Denn momentan ist es bereits Herausforderung genug, die Gegenwart auszuhalten.

Endlich verständlich: Künstliche Intelligenz (SPIEGEL ONLINE)

Der SPIEGEL ONLINE hat in seiner Reihe »Endlich verständlich« das Thema Künstliche Intelligenz aufgegriffen.

17 Fragen von „Was ist gemeint, wenn von Künstlicher Intelligenz die Rede ist?“ über „Was ist Technologische Singularität?“ bis hin zu „Was erhoffen sich Enthusiasten und Optimisten von KI?“.

Informativ und kurzweilig umgesetzt, wer Interesse an dem Thema hat, sollte einen Blick reinwerfen: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/kuenstliche-intelligenz-turing-test-chatbots-neuronale-netzwerke-a-1126718.html

Mich interessiert so Vieles….

Wissen Sie, was mein Problem ist? Es gibt sooo viele interessante Dinge und Ideen auf der Welt – und zu wenig Zeit, sich mit ihnen zu beschäftigen.

Dieser Blog greift zumindest einige Highlights aus den Bereichen Bildung, Lernen, Psychologie, Philosophie, Soziologie und Literatur heraus. Es sind Themenfelder, die mich regelrecht hibbelig werden lassen, weil ich unbedingt wissen möchte, was dahinter steckt. Ich hoffe, diese Neu- und Wissbegierde kann ich auch in Ihnen wecken.

Wir leben in einer hochspannenden Zeit! Lassen Sie uns gemeinsam beobachten, analysieren, lernen, teilhaben, wachsam sein und das Bestmögliche daraus machen.